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Rechtfertigung




Dem Schatten entgegen
ziehn meine Wege.
Denn in der Sonnen
engen Gehege
kann Ich nicht leben,
erstirbt mein Schaffen,
erlischt mein Streben.

Doch wo Licht ist, muss auch Schatten sein,
drum ist mein Gewissen rein,
wenn Ich zerstör, um zu erschaffen,
wenn Ich erschaff, um zu zerstören.


Hass ist mein Begleiter,
Einsamkeit mein treuer Freund.
So endlos viele Jahre
hab Ich doch nur geträumt.

Ich träumte viele Dinge:
Freundschaft, Hoffnung, Liebe gar!
Doch keiner meiner Träume
...wurde wahr.

Und ewig werd Ich weitersuchen,
ohne Anfang, ohne Ziel;
damals wie auch heute,
weiß Ich nur soviel:

Das Glück, das ist Mir niemals hold,
auch wenn Ich es gefunden hab.
Doch einst, da werd Ich glücklich sein:
Allein in Meinem kalten Grab.


Doch bis dahin ist noch Zeit,
bis dahin gibt es Viel zu tun.
Gut und Bös muss Ich noch sähen,
bevor meine Gedanken ruhn.

Und trotz meiner innren Schwächen,
erlangt Ich ungeheure Kraft,
geschöpft aus unbekannter Quelle,
die ständig neues Leben schafft.