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Gewitter



Ich atme die klare, stille Luft ein.

Eine schwarze Wolkenfront zieht am Horizont auf,
kommt auf Mich zu, wie eine undurchdringliche Mauer.
Langsam verdunkelt sich der Horizont.
Die hungrigen Wolken verschlucken die schon tief stehende,
rot strahlende Sonne.

Eine kleine Brise erreicht mich,
sanft schlägt sie mir frische Luft entgegen.
Von den gigantischen Wolken fasziniert,
stehe ich still da und warte...
warte darauf, dass das Schauspiel beginnt.

Sanft fallen die ersten Tropfen herab,
waschen den Schweiß von meinem Körper
und erfrischen mich mit neuem Leben.
Das leise Plätschern beruhigt meine Nerven,
gibt meiner Seele neue Kraft
und erfrischt mein müdes Herz.

Das Plätschern des Regens steigert sich
und verwandelt sich in ein stetiges Rauschen.
Meine nassen Haare kleben in meinem Gesicht,
als die ersten Blitze zu zucken beginnen
und ein grollender Donner die Stille durchschneidet
und die junge Nacht durchfährt.

Und die Blitze entflammen den Himmel,
das Donnergrollen wird lauter,
schwillt an zu einem Konzert des Unwetters.
Hier und da schlägt ein Blitz ein, doch
der schwere Regen verhindert das Anwachsen
jeder Flamme.

Langsam beruhigen sich die Wolken,
der Regen nimmt ab,
und nur noch vereinzelt sieht man
einige entfernte Blitze.
Die Zeit vergeht, und als die Wolken verschwinden,
enthüllen sie einen Sternenklaren Himmel.

Ich atme die feuchte, würzige Waldluft ein.